Citizen Science-Projekt FLOW: Fließgewässer erforschen – gemeinsam Wissen schaffen

 

FLOW ist ein Projekt zum ökologischen Monitoring von kleinen Fließgewässern und Bächen. Ziel des FLOW-Monitorings ist es, gemeinsam mit interessierten Bürger*innen den ökologischen Zustand der Gewässer zu untersuchen und zu bewerten. Mit Ihnen zusammen wollen wir folgende Fragen beantworten:

  • Wie ist die Gewässerstrukturgüte (u.a. Gewässerverlauf, Uferstruktur, Gewässersohle, Strömungsbild, umgebende Landnutzung) der untersuchten Gewässer ausgeprägt?
  • Werden in den untersuchten Gewässern die Richtwerte für Nährstoffbelastung (z.B. durch Nitrit, Nitrat, Phosphat) überschritten?
  • Wie setzt sich die Lebensgemeinschaft wirbelloser Zeigerarten an den Probestellen zusammen und wie ist vor diesem Hintergrund die Pestizidbelastung des Gewässers zu bewerten?
Die mit den Freiwilligen erhobenen Gewässerdaten fließen in ökotoxikologische und ökologische Studien ein. Darauf aufbauend sollen lokale und regionale Strategien zum Gewässerschutz abgeleitet werden. 
 

 

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        • Ausgangslage und Motivation

          • Viele Kleingewässer und Bäche in Deutschland befinden sich in einem mangelhaften ökologischen Zustand.

          • Belastbare Daten zur Pestizidbelastung von Kleingewässern und dem Zustand der Invertebratenfauna sind deutschlandweit nur lückenhaft vorhanden (bzw. nur auf sehr grober Skalenebene).

          • Viele Menschen beobachten ihre lokalen Fließgewässer regelmäßig und möchten sie schützen, gleichzeitig wissen viele noch wenig über das Ökosystem Fließgewässer und regionale Umweltprobleme. Das Citizen-Science-Projekt FLOW soll dazu beitragen, gemeinsam mehr Wissen über Fließgewässer und Bäche zu schaffen!

 

 

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 Ziele

          • Erhebung raum-zeitlich hochauflösender Datensätze zum ökologischen Zustand von Fließgewässern, um Veränderungstrends aufzuzeigen.

          • Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt: Entwicklung eines Monitoring-Designs, das die gemeinsame Auswertung von Citizen-Science-Daten und anderen wissenschaftlichen bzw. behördlichen Daten erlaubt, um eine bessere Evidenzgrundlage für wissenschaftliche Analysen zu schaffen.

          • Zusammenarbeit mit den Umweltmobilen der sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU), sowie mit Schulen und Umweltverbänden: Sensibilisierung von Bürgerinnen und Bürgern für ökologische Zusammenhänge und Ökosystemleistungen von Fließgewässern.

          •  Beitrag zur Konzeption geeigneter Gewässerschutzmaßnahmen für die langfristige Erhaltung und nachhaltige Nutzung von Fließgewässern.
 

 

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    • Methoden

          • Durchführung von Citizen-Science-Messkampagnen in 2020, 2021, 2022 und 2023 inklusive Teilnehmertrainings, begleiteter Forschungseinsätze am Gewässer und gemeinsamer Auswertungseinheiten.

          • Beurteilung der Gewässerstrukturgüte anhand gängiger Kriterien der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA).

          • Analyse der Pestizidbelastung der Probestellen mit Hilfe des biologischen Indikators SPEAR (SPEciesAtRisk, vgl. www.ufz.de/index.php). Bei SPEARpesticides handelt es sich um einen Bioindikator, der Makroinvertebraten anhand bestimmter ökologischer Merkmale klassifiziert und dadurch den Anteil pestizidempfindlicher Arten an einer Probestelle ermittelt. Die so determinierte Artenzusammensetzung gibt Aufschluss über das Ausmaß der Pestizidbelastung des untersuchten Fließgewässers.

 


 

Eine Übersicht unserer bisherigen Messstellen und Untersuchungsergebnisse kann hier eingesehen werden.

Der Projekt-Flyer kann hier heruntergeladen werden.

 

FLOW ist ein Projekt des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ, Leipzig) und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Das FLOW-Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Eine begleitende Dissertation wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Das Projekt hat eine Laufzeit von Februar 2021 bis Januar 2024 und wird im Rahmen des Förderbereichs Bürgerforschung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es gehört zu 15 Projekten, die bis Ende 2024 die Zusammenarbeit von Bürger*innen und Wissenschaftler*innen inhaltlich und methodisch voranbringen und Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen geben sollen. Weitere Informationen unter: www.buergerschaffenwissen.de

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